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Freie Presse Montag, 22.11.2004 In Angelika steckt jeder ein bisschen
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Freie Presse
Montag, 22. November 2004:
"In Angelika steckt jeder ein bisschen"
Premierenlesung des Romans "Reflexionen eines Lebens" von Ilona R. Mayer im Artfusionskeller
Von Jens Arnold
Hohenstein-Ernstthal. Sind die "Reflexionen eines Lebens" die Geschichte der Autorin selbst? Manchmal hatten die Zuhörer zur Premierenlesung von Ilona R. Mayer am Freitagabend im kleinen, dafür aber bis auf den letzten Platz gefüllten Artfusionskeller den Eindruck.
Die Autorin bestreitet nicht, Erinnerungen abgewandelt in ihrem ertsten Roman, der beim Konstrast-Verlag erschienen ist, verarbeitet zu haben. Dass es aber die Wiedergabe ihres Lebens wäre, lehnt sie kategorisch ab. "Dann hätte ich manches ganz anders geschrieben, oder gar
nicht." Das Buch erzählt die Geschichte von Angelika, einer Frau, die in der DDR groß geworden ist, und wie sie mit den Veränderungen nach der Wende zurechtkommt. In Ostdeutschland wird es also viele Frauen geben, die sich zumindest in Teilen in dieser Angelika wiederfinden und sich mit ihr indentifizieren können.
Es geht nicht nur darum, dass die neue Zeit für viele Arbeitslosigkeit oder die Angst um den Arbeitsplatz bedeutet. Es geht nicht nur um die Unterschiede zwischen denen, die weiter in der alten "Platte" wohnen müssen und denen, die damit nichts zu tun haben wollen... Die technischen Veränderungen und die täglichen Problemchen und Probleme werden genau so beleuchtet. So schafft es Angelika einfach nicht, den Videorekorder zu programmieren. Der Computer stürzt scheinbar grundlos ab. Und was die Leute im Internet-Chat zu sagen haben, das hat sich die Frau auch ganz anders vorgestellt.
Die Episoden im Roman sind teils lustig, teils ernst, sie regen zum Nachdenken an. Und sie machen manchmal ein bisschen betroffen. Wie im wahren Leben auch.
Inzwischen schreibt Ilona R. Mayer bereits an einem weiteren Roman. Man darf gespannt sein.
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